französische Architekturstudentin forscht zur Scheune in der DDR-Zeit

•Februar 7, 2015 • Hinterlasse einen Kommentar
Estelle im Archiv

Estelle im Archiv

Eine sehr interessanten Forschungsauftrag verfolgt Estelle. Sie studiert für ein Jahr an der TU-Dresden Architektur. Eingeschrieben ist sie sonst an der Ensas-Univesität in Strasbourg.

Sie forscht zur Nachkriegsmoderne in der Neustadt am Beispiel des Jugendheims “Martin-Anderson-Nexö”. Seit zwei Tagen stülpt sie mein Archiv um und sucht nach verwertbaren Materialien. Dabei stieß sie auf alte Pläne und Fotos. Jede Menge Auszeichnungsurkunden und Protokolle über das damalige Zirkelleben in der Scheune kamen zum Vorschein. Die DDR lebte wieder auf. Es hat sehr viel Spaß gemacht, ihr dieses fremde Land zu erklären.

Die Arbeit stellt sie vor im Seminar Baugeschichte an der Fakultät Architektur. Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis.

Bitte einscannen! – Hier gehts zum Film

•Januar 29, 2015 • Hinterlasse einen Kommentar

Der erste QR-Code für unser Zeitzeugenprojekt stadt-leben wurde erprobt. Mit einem Smartphone kann der Code abfotografiert werden. Dann sucht das kleine QR-Code-Scanprogramm den dazu gehörigen Film aus dem Netz und das Interview kann in voller Länge am Originalschauplatz angesehen werden.
Achtet also auf diese Aufkleber in der Stadt!

20150129_142537

Hier gehts zum Film!

Der nächste Film ist in Arbeit

•Januar 19, 2015 • Hinterlasse einen Kommentar

20150118_121941 Das Projekt Stadt-leben in Zusammenarbeit mit dem Medienkulturzentrum Dresden wächst weiter. Drei Filme sind zur Neustadt bereits abgedreht. Zwei Weitere sind gerade in Bearbeitung.

Am Sonntag trafen wir Miguel. In einem Interview erzählte er uns seine Geschichte und warum er in der Neustadt lebt. Viele kennen ihn als Musiker. Mit ihm haben wir bei strahlendem Sonnenschein die Außenaufnahmen gedreht.  Jetzt wird noch geschnitten und demnächst wird der Film bei YouTube veröffentlicht.

Vorschau auf 2015

•Januar 9, 2015 • Hinterlasse einen Kommentar
Es gibt immer was zu tun

Es gibt immer was zu tun

Es bleibt spannend im Stadtteildokumentationszentrum. Seit einigen Wochen ist das Zeitzeugenprojekt “Stadt-leben – Gib deiner Stadt ein Gesicht!” in Kooperation mit dem Medienkulturzentrum Dresden gestartet. Einige kleine Filme wurden bereits fertig gestellt, andere sind noch in der Bearbeitung. Dieses Projekt wächst weiter. Wer Lust hat einen eigenen Film zu drehen oder wer interessante Menschen kennt, kann immer noch mitmachen.

Im Februar sind wir auf dem Geschichtsmarkt Dresden als Aussteller und Referenten. Am 28. Februar bis 1. März 2015 könnt ihr uns in der TU Dresden, Nöthnitzer Straße 43 am Stand besuchen.

Im März werden wir die “Neustädter Geschichtswerkstatt” erstmalig in der pro-seniore Residenz in der Kästner Passage präsentieren. Die Werkstatt wird unser neues Baby. Wir möchten einen Stammtisch schaffen aus Alten und Jungen Menschen, welche Interesse haben die Neustadt zu erforschen. Geplant sind regelmäßige Treffen. Der Bestand des Stadtteilarchivs soll so weiter ausgebaut werden. Wer die ersten Informationen hören möchte, kann am 26. März, um 16.30 Uhr in die Seniorenresidenz kommen.

Vom 19.-21. Juni sind wir wieder bei der BRN dabei. Das BRN-Museum wird dafür wieder eine Sonderausstellung kreiern. Wer Interesse und gute Ideen hat, kann sich hier verwirklichen. Ebenso suchen wir Helfer, die drei Tage mit uns das Museum hüten. Das ist eine sehr lustige Tätigkeit, denn fast alle die man auf dem Festgebiet sucht, kommen von allein in das Museum. Man trifft sich also.

Wir feiern das 25. Jubiläum der BRN. Das wird mit einer BRN-Zeitung 2015 gefeiert. Das Satireblatt kann aus den Vollen schöpfen! Dazu wird ein neues Redaktionsteam aufgestellt. Die Zeitung sucht wieder Sponsoren, Schreiberlinge, Cartoonisten und Illustratoren und Leute für den Vertrieb. Der Erlös aus dem Verkauf der Zeitung erhält das BRN-Museum. Ihr vollbringt eine Gute Tat bei der Mitwirkung und dem Verkauf.

Am Samstag, den 11. Juli sind wir Teilnehmer der Museumssommernacht. Von 18-1 Uhr könnt ihr die 2. Sonderausstellung in diesem Jahr anschauen. In der Wanne werden Filme gezeigt.

Im Herbst wird die “Neustädter Geschichtswerkstatt ihr ersten Forschungsergebnisse in einer kleinen Veranstaltung präsentieren. Der Termin steht noch nicht fest.

Wie gewohnt öffnet das BRN-Museum jeden 1. Sonntag im Monat von 11 bis 17 Uhr.

Es stehen viele Projekte an. Wer sich gern einbringen möchte, ist herzlich willkommen und kann sich im Stadtteilarchiv melden unter: stadtteilarchiv@gmail.com oder unter 0351-267 22 07

Projekt Stadt-leben sucht Mitstreiter

•November 17, 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

20141105_125317 20141107_150604 20141117_153744 Im Blog des Stadtteilarchivs war etwas ruhig in der letzten Zeit. Aber jetzt ist ein neues Projekt am Start. Auf www.stadt-leben.com kann der Projektfortschritt verfolgt werden. Wir entwickeln gemeinsam mit dem Medienkulturzentrum Dresden e.V. einen Stadtrundgang für Selbstentdecker. Mithilfe eines Smartphones kann an bestimmten Orten in der Stadt ein QR-Code abfotografiert werden. Vor Ort kann ein Video angesehen werden. Es werden Menschen vorgestellt, die in dem Viertel leben und sie erzählen ihre Geschichte. Der Besucher kann sich ein besseres Bild von den Personen machen, die in dem Stadtviertel leben.

Damit das Projekt weiter wächst, suchen wir Euch! Wer hat Lust einen 2 Minuten Film zu produzieren? Hier kann er es lernen und sich ausprobieren. Wir stellen Kamera und Filmschnitttechnik zur Verfügung. Ein Mentor unterstützt euch bei der Arbeit. Ihr könnt eure eigenen Ideen verwirklichen. Obendrein arbeitet ihr an einem kreativen Projekt mit und sorgt für die Bestandserweiterung des Stadtteilarchivs. Die Filme werden archiviert und zeigen der Nachwelt, welche Typen hier mal gelebt haben.

Zur Museumssommernacht 2015 werden sie der Öffentlichkeit im BRN-Museum vorgeführt. Bei Interesse meldet euch per Mail: stadtteilarchiv@googlemail.com

 

Wir freuen uns über jede helfende Hand!

 

Ankündigung zur Museumssommernacht.

•Juni 26, 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

558_msn_2014-blau

 

Mit der Museumssommernacht am 12. Juli darf wieder ein Spektakel der Kunst und Historie erwartet werden. Unzählige Museen und Ausstellungslokalitäten beteiligen sich an dieser besonderen Verantstaltung, darunter unter anderem das Deutsche Hygiene-Museum, das Historische Grüne Gewölbe und die Porzellansammlung. Neben den Sammlungen der Technischen Universität Dresden partizipiert auch dieses Jahr wieder das Stadtteilhaus der Äußeren Neustadt, worauf die Verantwortlichen dieses kleinen Unternehmens wahrlich stolz sein können. So befinden wir uns momentan, kurz nach den stressigen Tagen der Bunten Republik Neustadt, wieder in reger Zusammenarbeit, nicht nur miteinander, sondern auch mit anderen, beispielsweise der STESAD.

Vanessa, meine Mitpraktikantin, ist gegenwärtig fleißig und am eifrigen Verfassen ihrer Bachlorarbeit zum Thema ” Grau, Bunt, Gold? Gentrifizierung in der Äußeren Neustadt – Untersucht am Beispiel der Bunten Republik Neustadt (BRN)” und im Rahmen dieser besagten Arbeit macht sie am 12. Juli im Haus eine Ausstellung unter dem Titel “Antonstadt – Assi-Eck und Goldstaubviertel”. Die Gäste werden in der Nacht zum Sonntag, den 13. Juli, von mehreren, themenorientierten Räumen erwartet. Nach jetzigen Planungen und Vorstellungen werden unter anderem verschienede Pläne bezüglich der Erneuerungskonzepte der Neustadt ausgelegt, aber auch Beständspläne, die die fortschreitende Entwicklung der Neustadt aufzeigen (mit herzlichem Dank an die STESAD, die uns diese Pläne zur Verfügung stellen wird und an den Statistischer Informationsdienst der Stadt Dresden, der zahlreiche Informationen auf einschlägigen Seiten liefern konnte). Es wird den Besuchern deutlich werden, wie sehr sich die Äußere Neustadt in den letzten Jahrzehnten einem Wandel unterzogen hat, der auf den ersten Blick und trotz Sanierungsmaßnahmen nicht nur positiver Natur gewesen ist.

gentrification

Sicherlich sind beim Lesen der oberen Zeilen ein paar Augenpaare über den Begriff Gentrifizierung gestolpert. Bevor ich mich nicht im Zusammenhang mit der Ausstellungsvorbereitung auch ein wenig mit dem Thema beschäftigt hatte, wusste ich kaum etwas mit dem Begriff anzufangen. Wikipedia bezeichnet Gentrifikation als “[…] sozioökonomischen Strukturwandel bestimmter großstädtischer Viertel im Sinne einer Abwanderung ärmerer und eines Zuzugs wohlhabenderer Bevölkerungsgruppen.” Fern käme es “Parallel [dazu] […] zu einem Anstieg des Wohnpreisniveaus.” Was bedeutet das genau und wie drückt sich dieser Wandel im alltäglichen Lebens eines Neustadtbewohners aus, ob alteingesessen oder neu hinzugezogen, jeder scheint betroffen. Die Bezeichnung, die eigentlich in der Staatssoziologie ihren Ursprung hatte, wird in der Arbeit von Vanessa und in der zu betrachtenden Ausstellung zur Museumssommernacht erläutert. Gentrifizierung wird dargestellt als ein negativer Begriff, ein Hand-in-Hand-gehen von kulturellem und strukturellem Wandel, sowie der Verdrängung der ‘armen‘ Bevölkerung durch Aufwertung. Ein interessantes und aktuelles Thema, dass es sich lohnt, anzuschauen.

“Verdrängung ist das Wesen und kein ungewollter Nebeneffekt der Gentrification.”

(Peter Marcuse 1990)

- Franzi

Neustadt-Wehmut.

•Juni 23, 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

Was ist eigentlich so reizvoll an der Neustadt und warum wollen vor allem viele der angehenden Studenten und Künstler in Dresden in diesen hippen Stadtteil ziehen? Im Rahmen meines Praktikums kam ich endlich in die Verlegenheit, die Neustadt ausgiebig zu erkundigen und Ecken zu finden, von denen ich nichts hätte ahnen können.

Ich als Dorfkind war schon von der Großstadt Dresden begeistert, als ich sie mit 15 das erste Mal gesehen habe. Damals besuchten wir die Landeshauptstadt nämlich im Rahmen unserer Klassenfahrt in der 9. Jahrgangsstufe. Wie typische (wenn auch desinteressierte, junge und dumme) Touristen strömten wir durch die Strassen der Altstadt und ließen uns von den architektonischen Barockschätzen Dresdens begeistern. Jedenfalls war ich begeistert. Schon in jungen Jahren interessierte ich mich für die Architektur der Gotik und Renaissance und da bot natürlich das Städtchen in Sachsen einen unerschöpflichen Fundus an Gebäuden und Kirchen, an denen ich mich kaum satt sehen konnte.

Was ich allerdings erst nach meiner studienbedingten Umsiedlung bemerkte, war, dass Dresden noch viel mehr zu bieten hat. Neben den eindrucksvollen Bauwerken rund um Zwinger und Frauenkirche gibt es nördlich der Elbe gleichwertige Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Wenn man die Alaun- oder die Louisenstrasse entlang schlendert, offenbart sich das typische Neustadtflair. Hoch ragen die Häuserfassaden über den (vor allem in den Nachtstunden) gefüllten Straßen, kaum ein Zentimeter der steinernen Flächen bleibt von Grafiti und Plakatierung verschont. Sicher ist der künstlerische Wert einiger dieser Werke von fragwürdiger Natur, aber dennoch kann man sich die Neustadt heute kaum ohne diese bunten Tupfer vorstellen, die die grauen Strassenzüge schmücken, die eintönige Tristesse unterbrechen und belebtes Ambiente schaffen. Die Sachsen gelten als freundliches, aufgeschlossenes Völkchen. Doch kommt man das erste Mal in die Neustadt, so kann man schon einmal vor der überschwänglichen Sympathie der Bewohner zurückschrecken. Es ist schwer, sich Fremden zu öffnen, Gemütlichkeit mit Menschen zuzulassen, die man eigentlich gar nicht kennt, aber schon nach ein paar Minuten, einem Schluck Kaffee und einer geteilten Zigarette schwappt es über – das Gefühl der neustädter Herzlichkeit. Als jährlicher Meilenstein gilt häufig die BRN, das Stadtteilfest, das nicht simplifiziert als Stadtteilfest bezeichnet werden will. Die Bunte Republik ist laut und bunt und man kommt zusammen, spaßt und lacht, geht Hand in Hand durch die dicht gedrängten Straßen, doch ebenso verlässt man den Hort der Freuden und der Ausgelassenheit zusammen, schafft gemeinsam Ordnung und hilft sich aus. Die Ruhe nach dem Sturm, so könnte man vielleicht die Tage nach der BRN bezeichnen. Es ist wieder ruhig und gesittet, harmonisch, aber niemals langweilig. Und so kann es passieren, dass man eines späten Nachmittags oder frühen Abends in einem der zahlreichen Hinterhöfe sitzt, der Sonne beim Sinken hinter die hohen Schieferdächer zuschaut und Vögel in den Bäumen zwitschern hört. Neustadtflair wird zu Neustadtidyll.

Die Neustadt ist doch selbst nur ein großes Dorf. Und so langsam glaube ich, dass ich mich mit Stadtteil und Menschen hier anfreunden kann.

Franzi

 
Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 841 Followern an