Die BRN ist nicht tot

Das war die mehrheitliche Meinung in unserem Gästebuch über unsere diesjährige Sonderausstellung im BRN-Museum „Ich glaube, die BRN ist tot. Oder doch nicht“.

Der Aufwand, ein Grab für die BRN zu bauen hat sich gelohnt. Auf dem Grabstein wurden die vielen Verbote und Neuregelungen, welche das Gesicht der BRN immer wieder änderten, dargestellt. Selbst Neustädter, welche die BRN  gut kennen, waren überrascht, wie viele sich angesammelt haben.

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Foto: Leikauf „Blick in die Sonderausstellung Die BRN ist tot oder doch nicht?“

Am BRN-Sonntag 2017 hat sich die Schwafelrunde (ohne Ritter) selbst abgeschafft. Ihr Symbol, der goldene Thron mit den Flügeln ist jetzt ebenfalls im BRN-Museum zu finden. Das Sofa darf benutzt werden. Wer sich darauf nieder lässt, ist für diese Zeit der Monarch der BRN und darf sich huldigen lassen, Gesetze bestimmen oder einfach das Dasein genießen.

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Foto: Weber „Bau der Ausstellungseinbauten im Garten von Webers“

 

Ganz besonders beliebt, war die Geruchsstation „Wie roch die Neustadt 1990?“. Jüngere Generationen, welche die Neustadt erst nach der Sanierung kennengelernt haben, konnten anhand der Geruchsproben feststellen, ob sie damals auch gern hier gelebt hätten. Die Altneustädter fanden die Idee sehr lustig und bestätigten, dass die Geruchsproben gelungen seien und dass der Trabbi-Geruch noch fehle. Aber Kohlenmonoxid und Bleiduft in der Luft schien mir zu gefährlich im Museum.

Wer sich getraut hat, roch an der originalen Punk-Kleidung, durchtränkt von Rauch und Schweiß der zahlreichen Konzerte.

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Überrascht reagierte Nadine Duchi, als sie die BRN selbst gerade durchschlenderte und von Passanten angesprochen wurde: „Eh, ich habe sie gerade im Museum gesehen!“. Nadine trägt jedes Jahr das selbe Kleid. Mit ihrem Fotoapparat dokumentiert sie die Straßen. Wir hoffen, das Kleid wird irgendwann dem BRN-Museum übereignet.

Von den bunten Räumen hob sich Christine Starkes Ausstellung „Die Selbstständigen“ ab. In diesem Teil der Ausstellung wurden Frauen aus dem Viertel in ihren Geschäften porträtiert.

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Foto: Leikauf Christine Starke

Insgesamt besuchten 250 Besucher das Museum. Ganz besonders möchte ich den freiwilligen Helfern und Spendern danken! Ohne sie wäre das Museum nicht möglich.

Ulla Wacker und Raiko Aust für die technischen Dienste und die Öffentlichkeitsarbeit.

Alexandra Nemeti vom „Atelier Nyxara“ spendierte uns die goldene Husse für unseren Thron.

Familie Weber für die Fahrdienste, das Werkzeug, Tischler- und Malerarbeiten und Ausstellungsabbau.

Florian Bauer und Jodie Lentwojt für die Punkkleidung und die Museumsdienste.

Sven Ripperger und Lydia Unger für die vielen Bastelarbeiten, den Ausstellungsauf- und abbau und die moralische Unterstützung.

Javier Sobremazas  für den Filmverleih „The New City – Das bunte Dresden“

Barbara Reißig vom Museum „Welt der DDR“ für die Dauerleihgabe des Plattenspielers.

Elke, Anita, Stephan, Salome, Regine, Joachim und Andreas für die übernommenen Museumsdienste während der BRN.

Thomas Alexander Leikauf für die Foto-Dokumentation der BRN-Ausstellung.

 

 

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