Autor: jetpilotin

Ausstellungen und Ereignisse 2020

Das Museum Bunte Republik Neustadt präsentiert dieses Jahr wieder vier Ausstellungen.

Januar – April 2020

Ausstellung: Graffiti und Street Art 1988 bis 2000

Wie entwickelte sich diese Kunstszene in Dresden. Wer waren die Writer der 1. Generation und wer folgte ihnen?

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Mai – Juni 2020

Umbaupause

19. – 21. Juni 2020 Bunte Republik Neustadt

Sonderausstellung: Das BRN-Museum feiert 10 Jahre Ausstellungen im Stadtteilhaus

Juni – Dezember 2020

Ausstellung: Totgesagt und Hochgejubelt – Wir feiern 30 Jahre Bunte Republik Neustadt!

Wie kam es 1990 zur Gründung der Bunten Republik Neustadt? Wie entwickelte sich eine Protestaktion zum beliebten und gehassten Musik- und Straßenfest in Dresden.

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4. Juli 2020

Sonderausstellung zur Museumsnacht mit Filmvorträgen

Weitere empfehlenswerte Termine:

14. – 15. März 2020

Geschichtsmarkt Dresden in der SLUB: Film- und Kinogeschichte in Dresden

Zahlreiche Heimatforscher und Vereine stellen ihre Ergebnisse vor.

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27. Mai 2020

Internationaler Museumstag

Alle teilnehmenden Museen können ohne Eintritt besucht werden.

Ganzjährig bieten wir Stadtteilrundgänge und Führungen durch unser Museum an. Diese können bei uns gebucht werden.

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10 Jahre BRN-Museum

Die Renovierung der Büros war ein Kraftakt am Ende des Jahres. Aber jetzt strahlt es wie neu. Das Aus- und Aufräumen ist eine gute Sache, die letzten Jahre zu resümieren. Sich schöne Ausstellungen wieder in Erinnerung zu rufen oder sich von Ballast zu trennen.

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Das Büro wurde komplett neu gemacht

Kaum zu glauben, was wir in den letzten 10 Jahren an Ausstellungen produziert haben.

Das Museum Bunte Republik Neustadt öffnete 2010 als Dauerausstellung im Stadtteilhaus und erhielt erstmals einen festen Sitz.

Anfangs stemmten wir noch 3-4 Ausstellungen im Jahr.  Doch leider überforderte das unsere personellen Ressourcen. Jetzt sind es 2 Ausstellungen im Jahr. Eine Hauptausstellung und zwei Sonderausstellungen zur BRN und zur Museumsnacht Dresden.

Ganzjährig ist die Geschichte der Bunten Republik Neustadt zu sehen.

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Ausstellung: Die zwei Leben der Lina Heil

30 Jahre Friedliche Revolution

„Dresden verändert sich, unter den sich verändernden Umständen“

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Blick in die Hauptstaße Foto: Lothar Lange

Die Dokumentation von Lothar Lange zeigt Dresden in Filmen und Bildern von 1989 bis 1994. Die Veranstaltung beginnt 20 Uhr in der Wanne im Stadtteilhaus Dresden Äußere Neustadt.

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Demonstration Neuses Forum 1989 Foto: Lothar Lange

In der Wendezeit kommt der Fotograf Lothar Lange nach Dresden und fotografiert die Stadt. Sein Blick ist unverstellt und er dokumentiert fünf Jahre das gesamte Stadtgebiet. Er zeigt nicht die üblichen Ansichtskartenmotive. Er hält den Alltag der Menschen fest, die Arbeitsstellen und die Orte von Kunst und Kultur. Heute gehört seine Fotodokumenation wahrscheinlich zu den umfangreichsten seiner Art in Dresden.

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„Hochwürden“ Foto: Lothar Lange

Er selbst schreibt:

„Am 9. November fiel die Ost-West-Deutsche Mauer, das gab mir die Gelegenheit, von West nach Ost, ein deutscher Fall, unbürokratisch am 26. 12. 1989, 3.25 Uhr mit dem Paris-Warschau-Express gen Osten zu reisen. An diesem Tag 10.17 Uhr, am Neustädter Bahnhof das Dresdner Licht der Welt erblickte, das ich auch für ein fünfjähriges Wendezeit Fotoprojekt lichtmalerisch fokussierte.

Diese zuweilen exotischen Anschauungen in Bildern, zu protokollieren. emotionell, ästhetisch, faktisch. Dabei entstand ein aufwändiges, komplexes Wendezeit-Fotoprojekt. Bizarr, schön, brutal, lustig, ruinös, hässlich , dokumentarisch romantisch, dabei sind mir Menschen, Stadtlandschaften, die Elbe bei den Expeditionen in die Blicke, diese dann auf die farbigen Fotos geraten.“

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Blick in die Prager Straße 1990 Foto: Lothar Lange

Manfred Bogner aus Nürnberg und Lothar Lange aus Hannover betreiben 1993 in Dresden zwei ganz unterschiedliche Flohmärkte. Lange betreibt ein Antiquariat und Bogner den klassischen trödel. Der MDR dreht darüber einen Film, der an diesem Abend gezeigt wird.

Ort: Theater Wanne im Stadtteilhaus Dresden Äußere Neustadt, Prießnitzstraße 18

Zeit: 20 Uhr

Was tut das Volk? Es volkt nicht!

Am Sonntag, den 1. September 2019 öffnet das BRN-Museum wieder

regulär 11 bis 17 Uhr im Stadtteilhaus.

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Foto: Lothar Lange 1990

 

Die Sonderausstellung „Aerosol Art in der Neustadt“ erinnert an den Beginn der Dresdner Graffiti-Szene. Die Writer der ersten Stunde erzählen, wie es in den 1980er Jahren begonnen hat. Originalzeichnungen, der 1. Dresdner Hip-Hop-Trickfilm von Gabor Steisinger „Quick Animation“ und zahlreiche Fotodokumente lassen die Achziger und Neunziger wieder lebendig werden.  Wer vorab schon mal schauen möchte, kann Steisingers „In my Neighbourhood“ anschauen.

Hier lässt sich vortrefflich über Styles, Materialien und best places of Graffiti diskutieren.

 

Ferienzeit!

Die Dresdner Museumsnacht am 6. Juli 2019 von 18 bis 1 Uhr läutet bei uns im BRN-Museum die Ferien ein.

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Garten in der Talstraße zur BRN 2018 Foto: stadtteilarchiv

Zuvor präsentiert sich das Museum aber nochmal mit der ganz großen Show im gesamten Stadtteilhaus.

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Kinderschminken zur BRN 2018 Sebnitzer Straße Foto: stadtteilarchiv

Im Juli und und August ist unser Museum geschlossen.

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Wir sind an der Strandbar zu finden! Foto: stadtteilarchiv 

Tummelplatz A-Park

Den heutigen Alaunplatz bezeichnen die Neustädter gern als ihr grünes Wohnzimmer. Der Park am nördlichen Ende der Alaunstraße ist ein beliebter Treffpunkt, Sport- und Picknickplatz für die Anwohner.

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Der Alaunplatz 2015 Foto: Stadtteilarchiv

Als die Stadt Dresden gegründet wurde, befand sich an dieser Stelle noch dichter Wald. Dann brauchten die Dresdner Bauholz und die Heide verschwand. Ende des 18. Jahrhunderts trug der Sandplatz den Namen „An der Dresdner Heide“. Am Ausgang zur heutigen Alaunstraße befand sich 1765 eine Fabrik, zur Gewinnung von Alaun, welches für die Gerberei, die Holzindustrie oder für medizinische Zwecke zur Blutgerinnung benötigt wurde. Alaun ist ein Aluminiumsulfat, auch schwefelsaure Tonerde genannt.

Das dreißiger Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts war geprägt von Aufständen. Die Julirevolution in Frankreich löste in ganz Europa Unruhen aus. Das beunruhigte offenbar auch König Anton. Die Unruhen in Sachsen richteten sich vor allem gegen die überkommene ständische Verfassung. Der König ließ die Soldaten mehr trainieren. Der festgestampfte Sandplatz in der Neustadt bot genügend Platz zum Marschieren. 1830 wurde er umbenannt in Exerzierplatz. 1870 wird die Albertstadt errichtet. Eine Kaserne steht direkt am Platz.  Die militärische Nutzung bleibt bis ans Ende des 2. Weltkrieges bestehen.

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Pavillon der Freilichtbühne 2015 Foto:  stadtteilarchiv

Danach wird er als Marktplatz, Festwiese oder Bolzplatz von den Neustädtern genutzt. 1955 bis 1990 erhält er den Namen „Platz der Thälmann-Pioniere“. 1960 wird er zur Grünanlage umgestaltet. Damals wurde der heute noch zu besichtigende Pavillon einer Freilichtbühne errichtet. Schnell bricht 1990 in Dresden eine neue Zeit an, die DDR ist abgeschafft und der Platz erhält den heutigen Namen Alaunplatz.

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Im Alaunpark 1990 Foto: Lothar Lange

Jedes Jahr am 1. Mai lädt DIE LINKE an der Südkante des Alaunparks zum politischen Brunch. Aber auch viele Familien und andere Gäste lieben es im Park zu frühstücken.

Zur BRN im Juni ist es der Tummelplatz der Punker. Hier steht die MERKWÜRDEN-Bühne und verwandelt den ruhigen Park in ein Festivalgelände.

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BRN 1995 im Alaunpark Foto: statteilarchiv