Dresden Neustadt

Bunte Republik Neustadt 2019

Vom 14. bis 16. Juni 2019 feiern wir die 29. Bunte Republik Neustadt.

Gegründet wurde sie eine Woche vor der Währungsunion 1990.

Das Museum Bunte Republik Neustadt öffnet

Fr: 17-20 Uhr

Sa: 12-20 Uhr

So: 12-17 Uhr

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Umzug durch die BRN 1990 Foto: Lothar Lange

Historische Graffitis

Seit einer Woche absolviere ich mein Praktikum im Stadtteilarchiv Dresden Neustadt, in meiner ersten Woche habe ich Historische Bilder von 1990-1995 herausgesucht auf denen Graffitis zu sehen sind, von diesen Bildern gibt es viel mehr als gedacht, deshalb musste ich auch 2892 Bilder durchsehen. Letztendlich habe ich 141 Bilder heraussuchen können, also ca. 5%.25f_Fotografien-90-2002_3-5512-242 Zur Hälfte gesprühtes Fahrrad.                                                                            Foto: Unbekannt

Diese Bilder habe ich dann in einer Diashow/PowerPoint aneinandergereiht und beschriftet, was viel anstrengender war als gedacht da ich zu vielen Bildern die  Jahreszahlen und Titel oder die Künstler suchen musste. Das was mich am meisten angestrengt hat war allerdings das Entziffern der Texte auf diesen Graffitis.

Die Diashow kann man im BRN-Museum ansehen (ab dem 14.06.2019).

Im Moment bin ich damit beschäftigt diesen Blog zu schreiben und Fotografien die zusammenkleben voneinander zu trennen, außerdem scanne ich noch nicht digital gespeicherte Fotos ein und speichere diese. Auch wenn es anstrengend klingt macht die Arbeit hier im Stadtteilhaus viel Spaß! Besonders hat mir gefallen die vielen verschiedenen Bilder anzusehen und somit die unterschiedlichen Werke der Künstler zu sehen. Die Zeit vergeht hier wie im Flug und jetzt ist schon fast die zweite Woche meines Praktikums vorbei, was meiner Meinung nach wirklich schade ist.

Tummelplatz A-Park

Den heutigen Alaunplatz bezeichnen die Neustädter gern als ihr grünes Wohnzimmer. Der Park am nördlichen Ende der Alaunstraße ist ein beliebter Treffpunkt, Sport- und Picknickplatz für die Anwohner.

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Der Alaunplatz 2015 Foto: Stadtteilarchiv

Als die Stadt Dresden gegründet wurde, befand sich an dieser Stelle noch dichter Wald. Dann brauchten die Dresdner Bauholz und die Heide verschwand. Ende des 18. Jahrhunderts trug der Sandplatz den Namen „An der Dresdner Heide“. Am Ausgang zur heutigen Alaunstraße befand sich 1765 eine Fabrik, zur Gewinnung von Alaun, welches für die Gerberei, die Holzindustrie oder für medizinische Zwecke zur Blutgerinnung benötigt wurde. Alaun ist ein Aluminiumsulfat, auch schwefelsaure Tonerde genannt.

Das dreißiger Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts war geprägt von Aufständen. Die Julirevolution in Frankreich löste in ganz Europa Unruhen aus. Das beunruhigte offenbar auch König Anton. Die Unruhen in Sachsen richteten sich vor allem gegen die überkommene ständische Verfassung. Der König ließ die Soldaten mehr trainieren. Der festgestampfte Sandplatz in der Neustadt bot genügend Platz zum Marschieren. 1830 wurde er umbenannt in Exerzierplatz. 1870 wird die Albertstadt errichtet. Eine Kaserne steht direkt am Platz.  Die militärische Nutzung bleibt bis ans Ende des 2. Weltkrieges bestehen.

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Pavillon der Freilichtbühne 2015 Foto:  stadtteilarchiv

Danach wird er als Marktplatz, Festwiese oder Bolzplatz von den Neustädtern genutzt. 1955 bis 1990 erhält er den Namen „Platz der Thälmann-Pioniere“. 1960 wird er zur Grünanlage umgestaltet. Damals wurde der heute noch zu besichtigende Pavillon einer Freilichtbühne errichtet. Schnell bricht 1990 in Dresden eine neue Zeit an, die DDR ist abgeschafft und der Platz erhält den heutigen Namen Alaunplatz.

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Im Alaunpark 1990 Foto: Lothar Lange

Jedes Jahr am 1. Mai lädt DIE LINKE an der Südkante des Alaunparks zum politischen Brunch. Aber auch viele Familien und andere Gäste lieben es im Park zu frühstücken.

Zur BRN im Juni ist es der Tummelplatz der Punker. Hier steht die MERKWÜRDEN-Bühne und verwandelt den ruhigen Park in ein Festivalgelände.

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BRN 1995 im Alaunpark Foto: statteilarchiv

 

Die Freuden des Fleisches – Louise 13

Die Louisenstraße schlendert jeder entlang, der durch den Stadtteil bummelt. Seit Anbeginn ist sie eine oft genutzte Straße. Angelegt wurde sie in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, als es kaum Häuser vor den Toren der Stadt gab. Ursprünglich hieß die Straße Badegasse, weil sie stadtauswärts zum Linckeschen Bad führte. Dieses wurde 1764 an der Mündung der Prießnitz errichtet und gehörte zu den beliebtesten Ausflugszielen der Dresdner.

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Louisenstraße vor 1945 Foto: Stadtteilarchiv

Umbenannt wurde die Straße 1840 zum Gedenken an Prinzessin Louise von Lucca. Die Spanierin lebte mit ihrer Familie in Frankreich im Exil. Als sie 23 Jahre alt war, wurde sie mit dem sächsischen Prinz Maximilian verheiratet. Dadurch wurde sie Prinzessin von Sachsen. Als sie 1825 ihre Hochzeit feierte, war der Prinz bereits 66. Kinder gingen aus dieser Ehe nicht hervor. Sie zog es vor in Wien zu leben und galt als sehr exzentrisch.

Eine berühmte Adresse ist die Hausnummer 13. Jeder in der DDR kannte diese Anschrift.

Zur Zeit als die Straße in Louisenstraße umbenannt wurde, stand dort ein eingeschossiges Haus, in dem ein Maurergeselle lebte. 1895 wurde das Gebäude in der heutigen Form neu gebaut. Im Erdgeschoss befand sich bis nach dem 2. Weltkrieg eine Fleischerei.

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1950 beschließt der Drogist und Hersteller von chemischen Erzeugnissen Hans Kästner sein Ladengeschäft auf der Görlitzer Straße 30 zu schließen und seine Drogerie in einen Versandhandel umzuwandeln. Er eröffnet in der Louisenstraße 13 den HK-Versand, das berühmteste Geschäft der gesamten DDR. Der postalische Vertrieb von Kondomen der Marke „Mondos“, die ausschließlich im VEB Plastina Gummiwerke „Werner Lamberz“ in Erfurt hergestellt wurden, war in der DDR ein Monopol der Firma Kästner. In besten Zeiten verließen täglich 150 bis 200 Sendungen das Haus. 30.000 Kunden verzeichnete die Kartei.

1985 stirbt Hans Kästner. Seine Leiterin des Versandhandels Hannelore Perner übernimmt sehr erfolgreich das Geschäft. 1990 begann der Niedergang. Perner eröffnete neben dem Versandhandel das Erotikgeschäft „Hannelores Sex-Shop“. Aber der großen Konkurrenz von Beate Uhse war sie nicht gewachsen. Kurz vor dem 100jährigen Firmenjubiläum 1998 muss sie schließen. An der selben Adresse befindet sich heute der Novum Erotik Markt.

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Louisenstraße 13 1990 Foto: Lothar Lange

Beliebter Treffpunkt

Das Haus Marin-Luther-Straße 17 hat mit seinem runden Türmchen und der Klinkerfassade ein markantes Aussehen und beherbergt heute das Cafe Lloyds.

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Martin-Luther-Straße 17 Foto: Joachim Schuster

Die Martin-Luther-Straße wurde 1834 „Auf dem Sand“ angelegt. Damals trug sie noch den Namen Martinstraße. Denn die neue Straße verlief zum größten Teil über das Grundstück des Schänkwirts Johann Gottfried Martin. Später schenkte er sein Land der Stadt. Die Martin-Luther-Kirche wurde fertig gestellt und zum 400. Todestag von Martin Luther erhielt die Straße ihre jetzige Bezeichnung.

Sehr rasch wurde die neue Straße mit Häusern bebaut. Die Hausnummer 17 erscheint erstmalig 1850 im Dresdner Adressbuch und gehörte der Witwe Freifrau Johanna von Luttig. 1880 steht das heutige Haus an der Ecke und im Erdgeschoss existiert zu dieser Zeit eine Schänk- und Speisewirtschaft. 20 Jahre später existierte in den Räumen eine Galateriewarenhandlung. Modische Accessoires waren in der Neustadt schon immer gefragt. Mit Beginn der Nazizeit wurde offenbar praktischer gedacht und das Geschäft in eine Plättanstalt umgewandelt. Noch während der DDR-Zeit bestand die Heißmangel.

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ehemalige Heißmangel Anfang 1990er Jahre Foto: Lothar Lange

Nach der Wende bügelten die Anwohner offensichtlich wieder zu Hause. Die Räume wurde wieder ein Cafe. 2008 eröffnete das heutige Cafe Lloyds und wird von der Evangelischen Behindertenhilfe betrieben. Heute gehört dieses Cafe zu den beliebtesten im Stadtviertel und ist für die nachmittägliche englische Teatime berühmt.

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Cafe Lloyds an der Ecke Böhmische Straße Foto: Stadtteilarchiv

Die Geschichte von Sport und Tourismus

Der 15. Dresdner Markt für Geschichte und Geschichten in der Sächsischen Staats- und Universitätsbibliothek hat dieses Jahr ein Thema, welches viele Menschen in Dresden bewegt.

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Auf dem Dresdner Geschichtsmarkt gibt es immer etwas zu entdecken Foto: Stadtteilarchiv

Dresden war schon immer eine beliebte Reisestadt. Die gemalten Stadtansichten in der Gemäldegalerie legen darüber Zeugnis ab. Am berühmtesten sind wohl die Bilder des Italieners Bernardo Bellotto, genannt Canaletto. Der Turm der Dreikönigskirche in der Inneren Neustadt ist bis heute beliebt bei den Touristen, denn von oben sieht man die Stadtansicht, wie sie der Maler im 18. Jahrhundert festgehalten hat.

Adrian Zingg und Anton Graff studierten im 19. Jahrhundert in Dresden und wanderten durch die Sächsische Schweiz. Dabei fertigten sie Skizzen der wilden Landschaft an. Musiker folgten ihnen und ließen sich zum Komponieren verführen, Dichter schrieben Gedichte und verfassten Romane. Der Musiker und Malerweg gehört heute zu den beliebtesten Ausflugszielen in Sachsen.

Bei Sport denken viele an Dynamo Dresden. Dabei sind Rugby und Hockey viel ältere Sportarten in der Stadt. Wer kennt heute noch die Radrennbahn in Reick?

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Radrennbahn Dresden Reick 1926 Foto: unbekannt

Die Neustadt macht mit dem Skispringen im Alaunpark Schlagzeilen, wenn mal Schnee liegt. Die Langläufer des Skiweltcup Rennens lassen Schnee künstlich herstellen. Seit 2018 vermarktet sich Dresden als Wintersportort. Steigende Touristenzahlen können eben dem Umweltschutz vorgezogen werden.

Termin: 23./24. Februar 2019

 

Sehenswürdigkeit Hof des Lichts

3c12d092-210a-4eea-9185-fadaff3b6f66Die Kunsthofpassage ist am Jahresanfang noch ein einsamer Ort. Sobald die Sonne rauskommt, strömen die Touristen in den Stadtteil. Schon lange ist die Neustadt kein Geheimtipp mehr bei den Reisenden.

Die Geschichte von Sport und Tourismus ist das Thema des 15. Dresdner Geschichtsmarktes an der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek.

Dieses Jahr beschäftigt sich das Stadtteilarchiv mit der Entwicklung des Tourismus in der Dresdner Neustadt. Am Messestand präsentieren wir unsere Ergebnisse.

Termin notieren! 23. bis 24. Februar 2019