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30 Jahre Friedliche Revolution

„Dresden verändert sich, unter den sich verändernden Umständen“

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Blick in die Hauptstaße Foto: Lothar Lange

Die Dokumentation von Lothar Lange zeigt Dresden in Filmen und Bildern von 1989 bis 1994. Die Veranstaltung beginnt 20 Uhr in der Wanne im Stadtteilhaus Dresden Äußere Neustadt.

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Demonstration Neuses Forum 1989 Foto: Lothar Lange

In der Wendezeit kommt der Fotograf Lothar Lange nach Dresden und fotografiert die Stadt. Sein Blick ist unverstellt und er dokumentiert fünf Jahre das gesamte Stadtgebiet. Er zeigt nicht die üblichen Ansichtskartenmotive. Er hält den Alltag der Menschen fest, die Arbeitsstellen und die Orte von Kunst und Kultur. Heute gehört seine Fotodokumenation wahrscheinlich zu den umfangreichsten seiner Art in Dresden.

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„Hochwürden“ Foto: Lothar Lange

Er selbst schreibt:

„Am 9. November fiel die Ost-West-Deutsche Mauer, das gab mir die Gelegenheit, von West nach Ost, ein deutscher Fall, unbürokratisch am 26. 12. 1989, 3.25 Uhr mit dem Paris-Warschau-Express gen Osten zu reisen. An diesem Tag 10.17 Uhr, am Neustädter Bahnhof das Dresdner Licht der Welt erblickte, das ich auch für ein fünfjähriges Wendezeit Fotoprojekt lichtmalerisch fokussierte.

Diese zuweilen exotischen Anschauungen in Bildern, zu protokollieren. emotionell, ästhetisch, faktisch. Dabei entstand ein aufwändiges, komplexes Wendezeit-Fotoprojekt. Bizarr, schön, brutal, lustig, ruinös, hässlich , dokumentarisch romantisch, dabei sind mir Menschen, Stadtlandschaften, die Elbe bei den Expeditionen in die Blicke, diese dann auf die farbigen Fotos geraten.“

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Blick in die Prager Straße 1990 Foto: Lothar Lange

Manfred Bogner aus Nürnberg und Lothar Lange aus Hannover betreiben 1993 in Dresden zwei ganz unterschiedliche Flohmärkte. Lange betreibt ein Antiquariat und Bogner den klassischen trödel. Der MDR dreht darüber einen Film, der an diesem Abend gezeigt wird.

Ort: Theater Wanne im Stadtteilhaus Dresden Äußere Neustadt, Prießnitzstraße 18

Zeit: 20 Uhr

Was tut das Volk? Es volkt nicht!

Am Sonntag, den 1. September 2019 öffnet das BRN-Museum wieder

regulär 11 bis 17 Uhr im Stadtteilhaus.

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Foto: Lothar Lange 1990

 

Die Sonderausstellung „Aerosol Art in der Neustadt“ erinnert an den Beginn der Dresdner Graffiti-Szene. Die Writer der ersten Stunde erzählen, wie es in den 1980er Jahren begonnen hat. Originalzeichnungen, der 1. Dresdner Hip-Hop-Trickfilm von Gabor Steisinger „Quick Animation“ und zahlreiche Fotodokumente lassen die Achziger und Neunziger wieder lebendig werden.  Wer vorab schon mal schauen möchte, kann Steisingers „In my Neighbourhood“ anschauen.

Hier lässt sich vortrefflich über Styles, Materialien und best places of Graffiti diskutieren.

 

Die Freuden des Fleisches – Louise 13

Die Louisenstraße schlendert jeder entlang, der durch den Stadtteil bummelt. Seit Anbeginn ist sie eine oft genutzte Straße. Angelegt wurde sie in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, als es kaum Häuser vor den Toren der Stadt gab. Ursprünglich hieß die Straße Badegasse, weil sie stadtauswärts zum Linckeschen Bad führte. Dieses wurde 1764 an der Mündung der Prießnitz errichtet und gehörte zu den beliebtesten Ausflugszielen der Dresdner.

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Louisenstraße vor 1945 Foto: Stadtteilarchiv

Umbenannt wurde die Straße 1840 zum Gedenken an Prinzessin Louise von Lucca. Die Spanierin lebte mit ihrer Familie in Frankreich im Exil. Als sie 23 Jahre alt war, wurde sie mit dem sächsischen Prinz Maximilian verheiratet. Dadurch wurde sie Prinzessin von Sachsen. Als sie 1825 ihre Hochzeit feierte, war der Prinz bereits 66. Kinder gingen aus dieser Ehe nicht hervor. Sie zog es vor in Wien zu leben und galt als sehr exzentrisch.

Eine berühmte Adresse ist die Hausnummer 13. Jeder in der DDR kannte diese Anschrift.

Zur Zeit als die Straße in Louisenstraße umbenannt wurde, stand dort ein eingeschossiges Haus, in dem ein Maurergeselle lebte. 1895 wurde das Gebäude in der heutigen Form neu gebaut. Im Erdgeschoss befand sich bis nach dem 2. Weltkrieg eine Fleischerei.

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1950 beschließt der Drogist und Hersteller von chemischen Erzeugnissen Hans Kästner sein Ladengeschäft auf der Görlitzer Straße 30 zu schließen und seine Drogerie in einen Versandhandel umzuwandeln. Er eröffnet in der Louisenstraße 13 den HK-Versand, das berühmteste Geschäft der gesamten DDR. Der postalische Vertrieb von Kondomen der Marke „Mondos“, die ausschließlich im VEB Plastina Gummiwerke „Werner Lamberz“ in Erfurt hergestellt wurden, war in der DDR ein Monopol der Firma Kästner. In besten Zeiten verließen täglich 150 bis 200 Sendungen das Haus. 30.000 Kunden verzeichnete die Kartei.

1985 stirbt Hans Kästner. Seine Leiterin des Versandhandels Hannelore Perner übernimmt sehr erfolgreich das Geschäft. 1990 begann der Niedergang. Perner eröffnete neben dem Versandhandel das Erotikgeschäft „Hannelores Sex-Shop“. Aber der großen Konkurrenz von Beate Uhse war sie nicht gewachsen. Kurz vor dem 100jährigen Firmenjubiläum 1998 muss sie schließen. An der selben Adresse befindet sich heute der Novum Erotik Markt.

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Louisenstraße 13 1990 Foto: Lothar Lange

Eine kleine Zeitreise durch die Geschichte der BRN als Schülerpraktikantin

Hey, ich möchte euch einfach mal meine Eindrücke und Erfahrungen hier bei meinem zweiwöchigen Schülerpraktikum im Stadtteilhaus Dresden-Neustadt erzählen. Das erste was mir sofort gut gefallen hat, ist die lockere und angehme Stimmung hier. Ich habe jetzt die spannende Aufgabe ein Fotoalbum zur BRN Ausstellung zu gestalten. Anfangs habe ich mich gefragt was das denn überhaupt ist, doch durch das ansehen der alten Fotos habe ich, nach und nach einen besseren Überblick über das jährliche Fest, in der Neustadt bekommen. Einige Fotos sind allerdings sehr schwer in eine gewisse Zeit zu ordenen, weshalb das Zusammenstellen der Bilder für das Fotobuch nicht immer ganz leicht ist. Es ist wirklich interessant zu sehen was sich in nur wenigen Jahren alles verändert hat. Es macht echt Spaß jeden Tag etwas neues kennen zu lernen, von dem man meistens noch nichts weiß.

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das bin ich =^^=

 

1 Jahr Praktikum im Stadtteilhaus

Hallo Liebe interessierte, neugierige, bunte…(und und und)…Leser 😉

Nun hab auch ich das Vergnügen euch über das Leben als Praktikant  im Stadtteilhaus zu berichten.

Zu mir als Person: ich bin 22 Jahre alt, begann in diesem Jahr mein zweijähriges Fachabitur in Richtung Wirtschaft und Verwaltung. Im ersten Jahr ist es erforderlich ein Praktikum zu absolvieren, welches im zweiwöchigen Wechsel zwischen Schule und Praktikum zu stemmen (absolvieren) ist. Irgendwo zwischen Schule und Praktikum treib ich mich dann noch auf einer meiner zwei Nebenjobs rum, langweilig wird mir demzufolge nie.

Kommen wir zum Wesentlichen, seit September darf ich mich hier nun für einige Zeit zum Inventar zählen. Die ersten Wochen sind vorbei und einige fantastische Eindrücke sind gesammelt, die ich EUCH nicht vorenthalten möchte. Im Stadtteilhaus gibt es immer eine Menge zu tun und über jede helfende Hand ist man hier sehr dankbar…an dieser Stelle ein herzlichen Dank an alle Ehrenamtler für eure Unterstützung (auch wenn ich euch noch nicht alle kenne).

Frau Wacker hat mich an meinem ersten Tag super aufgenommen und mich in die Tiefen der Verwaltung eintauchen lassen. Nun fungiere ich als Ansprechpartner für alle Raumsuchende, darin besteht meine Hauptaufgabe in der Organisation und Verwaltung aller Mietungen und dafür sorge zu tragen das die festen Kurse immer ihren Platz zum Entfalten bekommen. Immer im Blick das diese regelmäßigen Veranstaltungen fortlaufend eingepflegt werden müssen, dabei ist es nicht so einfach allen Wünschen und Vorstellungen gerecht zu werden,

Denn…von Yoga bis Tango, bis hin zur Waggelgruppe, Seminaren, Beratungen, Proben, Musikunterricht und und und…. ist alles dabei.

Das Stadtteilhaus ist ein Haus für Viele und Vieles.

Zum Thema Archivarbeit mit Frau Lentwojt: Wer hätte gedacht das mir recherchieren so viel Freude bereiten kann. Das ich stundenlang in meine Arbeit vertieft, in der Vergangenheit schwebend und schmunzelnd viele Interessante Informationen sammeln konnte…..doch darüber später mehr!

Wie Ihr merkt gibt es einiges zu berichten…

ich muss erstmal los, zwei Wochen Schule heißt es zu überstehen, wünscht mir Glück !!!

Bunte Grüße von eurer Praktikantin Romy

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Foto: Lisa Stadtteilhaus

Letzter Tag :(

Heute ist mein letzter Tag hier. Leider. Es war hier eine wunderbare, lehrreiche Zeit. Das hier ist ein Praktikum dass ich jedem Geschichtsbegeisterten sehr empfehlen kann. Man wird hier mitten in den ganz normalen Alltag mit einbezogen und kann auch einige verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen, bei denen man nicht das Gefühl hat dass man die einfach nur bekommt um beschäftigt zu werden, sondern die wirklich wichtig sind und gleichzeitig eine Menge Spaß machen. Dass sind alles Dinge die ich in der Schule definitiv vermissen werde. Auch kann man hier wunderbar spät aufstehen. Selbst dann wenn man wie ich einen Anfahrtsweg von einer Stunde hat muss man nicht schon um 6 oder um 7 aufstehen sondern kann ganz gemütlich um 8 aufstehen um dann um 10 hier  zu sein.

Heute habe ich die Box fertig gestellt welche ich in meinem Halbzeitbericht bereits erwähnt habe.P1080713.JPGNaaaaaa neugierig? 😉 wenn ja dann wisst ihr ja wo ihr die Box sehen könnt, vom 17.-19 Juni bei der BRN im Stadtteilhaus. Dann werden da übrigens noch eine Menge andere Boxen zu sehen sein. Natürlich werden auch diese wieder alle selbst gemacht sein. Nur von anderen Praktikanten, also die die dann nach mir hier arbeiten werden.

Alles in allem war es eine schöne Zeit hier und ich werde das freundliche Team und dass Gefühl etwas wirklich nützliches zu tun sehr vermissen. Deshalb noch einmal vielen Dank an euch Anett und Ulla.

Auf wiedersehen

eure Schülerpraktikantin Wiebke 🙂