Stadtteilarchiv

Ferienzeit!

Die Dresdner Museumsnacht am 6. Juli 2019 von 18 bis 1 Uhr läutet bei uns im BRN-Museum die Ferien ein.

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Garten in der Talstraße zur BRN 2018 Foto: stadtteilarchiv

Zuvor präsentiert sich das Museum aber nochmal mit der ganz großen Show im gesamten Stadtteilhaus.

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Kinderschminken zur BRN 2018 Sebnitzer Straße Foto: stadtteilarchiv

Im Juli und und August ist unser Museum geschlossen.

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Wir sind an der Strandbar zu finden! Foto: stadtteilarchiv 

Scheune und BRN-Ausstellung

Seit mittlerweile zwei Wochen absolviere ich nun schon ein Praktikum im Stadtteilarchiv in Dresden Neustadt.  Langweilig ist es mir dabei nur selten geworden, denn ich war meist mit interessanten und abwechslungsreichen Aufgaben betraut.

Eine meiner wesentlichen Tätigkeiten bestand darin, Unterlagen aus dem Kulturzentrum Scheune zu ordnen und zu kategorisieren. Zunächst fiel es mir etwas schwer, die Vielzahl an Dokumenten, Fotos, Dias und anderen Dingen in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen. Im Lauf der Zeit kam ich damit aber immer besser zurecht und entwickelte durchaus auch ein gewisses Interesse für dieses Thema. Mir wurde bewusst, dass die Scheune auch heute noch ein wichtiger Teil des regionalen Kulturlebens ist. Zudem stieß ich auf einige witzige Anekdoten. So soll beispielsweise die Benennung des Gebäudes auf einen Ausspruch von Walter Ulbricht zurückgehen. („Für so eine Scheune gebe ich meinen Namen nicht her.“)

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Archivmaterial Foto: FN

Des Weiteren war ich an den Vorbereitungen für die Ausstellung im BRN-Museum beteiligt. Dafür mussten zunächst erst einmal alle Fotos und Plakate des Vorjahres abgehängt werden. Ich wurde darauf hingewiesen, dass einige der Exponate einen besonderen Wert besitzen. Deshalb bemühte ich mich darum, diese Aufgabe sehr sorgfältig und gewissenhaft zu erfüllen. In diesem Jahr wird die Ausstellung unter anderem durch den Themenschwerpunkt: „Graffiti und Street Art 1988-2000“ bestimmt.

Ferner sollte ich anlässlich der Veranstaltung „Dresden ist bunt“, einen Flyer erstellen. Auf diesem waren Ort, Zeiten und Themen der BRN 2019, sowie das aktuelle Logo abgebildet. Im Zuge dieses Auftrags wurde mir klar, dass meine digitalen Kentnisse noch ausbaufähig sind.

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Flyer Foto: FN

In den kommenden Tagen, werde ich voraussichtlich beim Aufbau im BRN-Museum mitwirken. Am kommenden Wochenende werde ich mich an der Beaufsichtigung und dem Einlass im Stadtteilhaus beteiligen. Dies wird dann den Abschluß meines Praktikums bilden.

Historische Graffitis

Seit einer Woche absolviere ich mein Praktikum im Stadtteilarchiv Dresden Neustadt, in meiner ersten Woche habe ich Historische Bilder von 1990-1995 herausgesucht auf denen Graffitis zu sehen sind, von diesen Bildern gibt es viel mehr als gedacht, deshalb musste ich auch 2892 Bilder durchsehen. Letztendlich habe ich 141 Bilder heraussuchen können, also ca. 5%.25f_Fotografien-90-2002_3-5512-242 Zur Hälfte gesprühtes Fahrrad.                                                                            Foto: Unbekannt

Diese Bilder habe ich dann in einer Diashow/PowerPoint aneinandergereiht und beschriftet, was viel anstrengender war als gedacht da ich zu vielen Bildern die  Jahreszahlen und Titel oder die Künstler suchen musste. Das was mich am meisten angestrengt hat war allerdings das Entziffern der Texte auf diesen Graffitis.

Die Diashow kann man im BRN-Museum ansehen (ab dem 14.06.2019).

Im Moment bin ich damit beschäftigt diesen Blog zu schreiben und Fotografien die zusammenkleben voneinander zu trennen, außerdem scanne ich noch nicht digital gespeicherte Fotos ein und speichere diese. Auch wenn es anstrengend klingt macht die Arbeit hier im Stadtteilhaus viel Spaß! Besonders hat mir gefallen die vielen verschiedenen Bilder anzusehen und somit die unterschiedlichen Werke der Künstler zu sehen. Die Zeit vergeht hier wie im Flug und jetzt ist schon fast die zweite Woche meines Praktikums vorbei, was meiner Meinung nach wirklich schade ist.

Tummelplatz A-Park

Den heutigen Alaunplatz bezeichnen die Neustädter gern als ihr grünes Wohnzimmer. Der Park am nördlichen Ende der Alaunstraße ist ein beliebter Treffpunkt, Sport- und Picknickplatz für die Anwohner.

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Der Alaunplatz 2015 Foto: Stadtteilarchiv

Als die Stadt Dresden gegründet wurde, befand sich an dieser Stelle noch dichter Wald. Dann brauchten die Dresdner Bauholz und die Heide verschwand. Ende des 18. Jahrhunderts trug der Sandplatz den Namen „An der Dresdner Heide“. Am Ausgang zur heutigen Alaunstraße befand sich 1765 eine Fabrik, zur Gewinnung von Alaun, welches für die Gerberei, die Holzindustrie oder für medizinische Zwecke zur Blutgerinnung benötigt wurde. Alaun ist ein Aluminiumsulfat, auch schwefelsaure Tonerde genannt.

Das dreißiger Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts war geprägt von Aufständen. Die Julirevolution in Frankreich löste in ganz Europa Unruhen aus. Das beunruhigte offenbar auch König Anton. Die Unruhen in Sachsen richteten sich vor allem gegen die überkommene ständische Verfassung. Der König ließ die Soldaten mehr trainieren. Der festgestampfte Sandplatz in der Neustadt bot genügend Platz zum Marschieren. 1830 wurde er umbenannt in Exerzierplatz. 1870 wird die Albertstadt errichtet. Eine Kaserne steht direkt am Platz.  Die militärische Nutzung bleibt bis ans Ende des 2. Weltkrieges bestehen.

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Pavillon der Freilichtbühne 2015 Foto:  stadtteilarchiv

Danach wird er als Marktplatz, Festwiese oder Bolzplatz von den Neustädtern genutzt. 1955 bis 1990 erhält er den Namen „Platz der Thälmann-Pioniere“. 1960 wird er zur Grünanlage umgestaltet. Damals wurde der heute noch zu besichtigende Pavillon einer Freilichtbühne errichtet. Schnell bricht 1990 in Dresden eine neue Zeit an, die DDR ist abgeschafft und der Platz erhält den heutigen Namen Alaunplatz.

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Im Alaunpark 1990 Foto: Lothar Lange

Jedes Jahr am 1. Mai lädt DIE LINKE an der Südkante des Alaunparks zum politischen Brunch. Aber auch viele Familien und andere Gäste lieben es im Park zu frühstücken.

Zur BRN im Juni ist es der Tummelplatz der Punker. Hier steht die MERKWÜRDEN-Bühne und verwandelt den ruhigen Park in ein Festivalgelände.

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BRN 1995 im Alaunpark Foto: statteilarchiv

 

Die Freuden des Fleisches – Louise 13

Die Louisenstraße schlendert jeder entlang, der durch den Stadtteil bummelt. Seit Anbeginn ist sie eine oft genutzte Straße. Angelegt wurde sie in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, als es kaum Häuser vor den Toren der Stadt gab. Ursprünglich hieß die Straße Badegasse, weil sie stadtauswärts zum Linckeschen Bad führte. Dieses wurde 1764 an der Mündung der Prießnitz errichtet und gehörte zu den beliebtesten Ausflugszielen der Dresdner.

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Louisenstraße vor 1945 Foto: Stadtteilarchiv

Umbenannt wurde die Straße 1840 zum Gedenken an Prinzessin Louise von Lucca. Die Spanierin lebte mit ihrer Familie in Frankreich im Exil. Als sie 23 Jahre alt war, wurde sie mit dem sächsischen Prinz Maximilian verheiratet. Dadurch wurde sie Prinzessin von Sachsen. Als sie 1825 ihre Hochzeit feierte, war der Prinz bereits 66. Kinder gingen aus dieser Ehe nicht hervor. Sie zog es vor in Wien zu leben und galt als sehr exzentrisch.

Eine berühmte Adresse ist die Hausnummer 13. Jeder in der DDR kannte diese Anschrift.

Zur Zeit als die Straße in Louisenstraße umbenannt wurde, stand dort ein eingeschossiges Haus, in dem ein Maurergeselle lebte. 1895 wurde das Gebäude in der heutigen Form neu gebaut. Im Erdgeschoss befand sich bis nach dem 2. Weltkrieg eine Fleischerei.

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1950 beschließt der Drogist und Hersteller von chemischen Erzeugnissen Hans Kästner sein Ladengeschäft auf der Görlitzer Straße 30 zu schließen und seine Drogerie in einen Versandhandel umzuwandeln. Er eröffnet in der Louisenstraße 13 den HK-Versand, das berühmteste Geschäft der gesamten DDR. Der postalische Vertrieb von Kondomen der Marke „Mondos“, die ausschließlich im VEB Plastina Gummiwerke „Werner Lamberz“ in Erfurt hergestellt wurden, war in der DDR ein Monopol der Firma Kästner. In besten Zeiten verließen täglich 150 bis 200 Sendungen das Haus. 30.000 Kunden verzeichnete die Kartei.

1985 stirbt Hans Kästner. Seine Leiterin des Versandhandels Hannelore Perner übernimmt sehr erfolgreich das Geschäft. 1990 begann der Niedergang. Perner eröffnete neben dem Versandhandel das Erotikgeschäft „Hannelores Sex-Shop“. Aber der großen Konkurrenz von Beate Uhse war sie nicht gewachsen. Kurz vor dem 100jährigen Firmenjubiläum 1998 muss sie schließen. An der selben Adresse befindet sich heute der Novum Erotik Markt.

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Louisenstraße 13 1990 Foto: Lothar Lange

Sehenswürdigkeit Hof des Lichts

3c12d092-210a-4eea-9185-fadaff3b6f66Die Kunsthofpassage ist am Jahresanfang noch ein einsamer Ort. Sobald die Sonne rauskommt, strömen die Touristen in den Stadtteil. Schon lange ist die Neustadt kein Geheimtipp mehr bei den Reisenden.

Die Geschichte von Sport und Tourismus ist das Thema des 15. Dresdner Geschichtsmarktes an der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek.

Dieses Jahr beschäftigt sich das Stadtteilarchiv mit der Entwicklung des Tourismus in der Dresdner Neustadt. Am Messestand präsentieren wir unsere Ergebnisse.

Termin notieren! 23. bis 24. Februar 2019

 

 

Ende der Sommerferien – Ende des Ehrenamts

Hallo liebe Leser,

wenn ich auf die letzten drei Wochen zurückblicke, sehe ich, wie schnell die Zeit doch vergehen kann. Doch es verging kein Tag, an dem ich nicht neue Erfahrungen machen oder interessante Dinge erfahren durfte – von Religionsgemeinschaften über die Geschichte der BRN bis hin zu den Merkmalen eines Archives lernte ich eine Menge.

Das wohl spannendste in dieser Woche war das Interview mit Pfarrer Dittmer, dem Gemeindeleiter der Dreieinigkeitsgemeinde (SELK), die sich in der St.-Petri-Kirche versammelt.

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das Innere der St.-Petri-Kirche

Aus einem geplanten halbstündigen Interview wurde ein anderthalbstündiges Gespräch, bei dem ich viel lernen durfte. Abschließend bekam ich eine Führung durch die St.-Petri-Kirche, die im neugotischen Stil erbaut wurde.

Anfangs war mir unklar, wieso es so viele unterschiedliche christliche Glaubensgemeinschaften gibt, die oberflächlich betrachtet alle ähnliche Dinge tun und glauben – doch je tiefer ich mich mit den Religionsgemeinschaften beschäftigte, desto mehr konnte ich die Unterschiede erkennen und ich verstand, wie sich eine solche Vielfalt entwickeln konnte.

Es freut mich sehr, dass ich an der Ausstellung „Wie glaubt die Neustadt?“ einen Beitrag leisten konnte und ich wünsche mir Erfolg für Anett Lentwojt und Ulla Wacker zur Vollendung der Ausstellung und dann zur Museumsnacht viele interessierte Besucher.

Meine Zeit im Stadtteilarchiv Dresden-Neustadt ist leider zu Ende und nächste Woche beginnt wieder die Schule.

Ich kann es nur empfehlen bei Anett Lentwojt im Stadtteilarchiv ein Praktikum oder ein Ehrenamt zu absolvieren – denn was man in der Schule an praktischen Erfahrungen vermisst, gibt es garantiert hier im Stadtteilarchiv Dresden-Neustadt.

Ich verabschiede mich und wünsche ein schönes Wochenende

Emmy