Dresden

Historische Graffitis

Seit einer Woche absolviere ich mein Praktikum im Stadtteilarchiv Dresden Neustadt, in meiner ersten Woche habe ich Historische Bilder von 1990-1995 herausgesucht auf denen Graffitis zu sehen sind, von diesen Bildern gibt es viel mehr als gedacht, deshalb musste ich auch 2892 Bilder durchsehen. Letztendlich habe ich 141 Bilder heraussuchen können, also ca. 5%.25f_Fotografien-90-2002_3-5512-242 Zur Hälfte gesprühtes Fahrrad.                                                                            Foto: Unbekannt

Diese Bilder habe ich dann in einer Diashow/PowerPoint aneinandergereiht und beschriftet, was viel anstrengender war als gedacht da ich zu vielen Bildern die  Jahreszahlen und Titel oder die Künstler suchen musste. Das was mich am meisten angestrengt hat war allerdings das Entziffern der Texte auf diesen Graffitis.

Die Diashow kann man im BRN-Museum ansehen (ab dem 14.06.2019).

Im Moment bin ich damit beschäftigt diesen Blog zu schreiben und Fotografien die zusammenkleben voneinander zu trennen, außerdem scanne ich noch nicht digital gespeicherte Fotos ein und speichere diese. Auch wenn es anstrengend klingt macht die Arbeit hier im Stadtteilhaus viel Spaß! Besonders hat mir gefallen die vielen verschiedenen Bilder anzusehen und somit die unterschiedlichen Werke der Künstler zu sehen. Die Zeit vergeht hier wie im Flug und jetzt ist schon fast die zweite Woche meines Praktikums vorbei, was meiner Meinung nach wirklich schade ist.

weiße Rosen zum Gedenken

Gedenkstein für Cafe Schiller

Seit Jahrzehnten markiert ein schlichter Gedenkstein mit der mittlerweile verblassten Aufschrift »13. Februar« den Ort, an dem sich bis zu jenem Tag im Februar 1945 das Wohnhaus Prießnitzstraße 2 befand. Typisch auch für die angrenzenden Bebauung der Bautzner Straße, war in diesem Gebäude aus der Gründerzeit das Erdgeschoss gewerblich genutzt: Neben einem Frisörgeschäft hatten sich hier ein Zigarrenladen und eine Fleischerei niedergelassen. Vor allem das attraktive Café Schiller ist Zeitzeugen noch in Erinnerung.

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Gedenkestein, Bild: Ulla Wacker

In der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 wurde das Gebäude zerstört. Zum Geschehen fehlen bis heute exakte Details. Mündlich weitergegebene Augenzeugenberichte schildern den Einschlag einer großkalibrigen Sprengbombe, die auch den als Luftschutzraum dienenden Hauskeller zerstörte. Die Hausbewohner, eine Hochzeitsgesellschaft und Fahrgäste einer Straßenbahn, die nach dem Luftalarm in den Keller geflüchtet waren, sind – den überlieferten Erzählungen nach – dort getötet worden. Die geborgenen Körper wurden später entlang der Hausmauer aufgereiht.

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weiße Rosen zum Gedenken

Wie das Geschehen selbst, so ist bis heute noch nicht dokumentiert, wer nach der Beräumung des Grundstückes den Findling an der Grundstücksmauer aufstellte und ihn mit der einfachen Inschrift zu einem schlichten Gedenkstein machte. Es entstand ein eindrucksvoller Erinnerungsort. Wie die Neustädterin Hildegard Peukert, so pflegen bis heute Jahr für Jahr Dresdner Bürger das Umfeld des Steines und legen Blumen und Gebinde am Jahrestag der Zerstörung nieder.

So ist der Gedenkstein ein Beleg für eine ungebrochene Tradition.

*Quelle: www.mahndepots.de

6. Dresdner Geschichtsmarkt

Juhu! 🙂 Soeben erhielt ich die Teilnahmebestätigung für den 6. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten (www.geschichtsmarkt-dresden.de). Dieser findet am Sonnabend, den 27. März und am Sonntag, den 28. März statt. Zu finden ist das Stadtteilarchiv Neustadt in den Räumen der Fakultät Informatik der Technischen Universität Dresden, Nöthnitzer Straße 46 (Buslinie 85, Haltestelle Helmholtzstraße).

Auf dem Geschichtsmarkt tummeln sich Heimatvereine, Einzelpersonen die sich mit Dresdner Geschichte befassen, Verlage, Historiker, schulische und private Arbeitsgruppen, welche sich die Erforschung der Dresdner Geschichte zur Aufgabe gemacht haben. Hier werden Arbeitsergebnisse vorgestellt und man trifft gleichermaßen ehrenamtliche Hobbyhistoriker und profesionelle Geschichtsforscher.