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Artikel, Zeitschriften und Broschüren

Innerhalb der Grobsichtung hat sich ergeben, dass die IG Äußere Neustadt doch hauptsächlich zu gewerblichen Hintergründen gesammelt hat. Das bedeutet, wir haben eine wunderbare Zeitschriftenausschnittsammlung zu den gewerblichen Dingen für unseren Stadtteil aber uns fehlen Szene, Kultur und Soziales.

Vieles lässt sich zwar trotzdem aus den Ausschnitten entnehmen, denn eine Nebenbemerkung gibt es meist und herausragende Dinge, wie BRN, verschiedene Konflikte und ähnliches sind natürlich auch dokumentiert. Jedoch solch kleine Dinge, wie die Sammlung des Terminal und der anderen Zeitschriften aus dem Stadtteil hat nicht stattgefunden.

Wer also beim Aufräumen solch spannende kleine Hefte findet (auch die Coloradioprogramme und der Anton z.B.) ist hiermit aufgerufen, diese beim Stadtteilarchiv abzugeben. Wir haben natürlich mit den Machern des Terminal gesprochen und können alles Kopieren … Aber ist das dann noch Original? Und beherbergen Archive nicht Originale …

Die Verdichtung von Dresden

Vor einiger Zeit gab es im Riesa Efau die Schmalfilmtage an denen auch Gerard Courant teilnahm. Er kam im Goethe Institut auf der Tannenstraße unter und schenkte unserem Stadtteilarchiv seine Impression De Dresde und die Verkürzung oder besser Verdichtung desselben Compression De Dresde.

Die verdichtete Fassung kann hier angeschaut werden … Für die lange Fassung muss sich “der geneigte Nutzer” bitte demnächst ins Archiv bemühen.

Obergrabenpresse

Da habe ich doch heute morgen Jochen Lorenz, einer der Gründer der Obergrabenpresse, getroffen und er erzählte mir, dass sich die Obergrabenpresse mit dem Auszug aus den jetzigen Räumen auflöst. Ein Kleinod des DDR-Widerstands ist damit futsch.

Was passiert ist? ::

Der Vermieter hat ohne auf die Mieterkultur zu achten die Räumlichkeiten an die Autovermietung Hertz abgegeben und nach unterschriebenen Verträgen der Obergrabenpresse gekündigt. Jetzt stürzt sich die staatliche Kunstsammlung auf das Inventar. Um auch in unserem Archiv als Bewegung und Institution vertreten zu sein, bat ich Jochen uns einige Unterlagen zu überlassen. Schön wäre es natürlich auch einen Katalog zu haben, welche der Inventarien der Obergrabenpresse an die Kunstsammlung übergeben wurden, aber das wird vermutlich nicht möglich sein.

Ich treff mich heute abend mal mit ihm und schau mal … vielleicht sind ein paar Kataloge für unser kleines Archiv übrig und wir können uns an den Druckmachenschaften darüber noch erfreuen.

Heute war Antragstag

Um ein kleines Archiv aus dem Boden zu stampfen, ist erstaunlich viel nötig. Alles in allem habe ich den heutigen Tag damit verbracht, mal zusammenzusuchen, was denn nun eigentlich alles benötigt wird.

Dazu gehören zum Beispiel die Materialien zur Aufbewahrung für die Fotos, Dias und Filmnegative genauso wie der säurefreie Leim, damit die Zeitungen aus der Zeitschriftenausschnittsammlung nicht angegriffen werden.

Nebenbei habe ich dann noch mit einer Freundin mehrere Boxen vom Boden in das vorläufige Büro getragen und diese mal kurz durchgesehen. Darin befanden sich alte Emailieschilder, Dosen und Werbeprospekte aus den früheren Jahren, Tonbandaufnahmen der ersten BRN und auch andere :: die muss ich dann wohl mal zu Coloradio tragen und um Digitalisierung bitten :: sowie noch alte Floppydisks *was mach ich nur mit denen?*. Und was mich dann wirklich ein bisschen aus der Bahn geworfen hat :: Glasplattennegative, aber auch nur ein paar. Vielleicht geh ich damit mal ins Stadtarchiv und bitte für diese Kleinodien um Hilfe.

Dann kam noch jemand vorbei und brachte eine DVD mit Aufnahmen aus der Neustadt (hauptsächlich), welche von einem französischen Künstler während der letzten Schmalfilmtage gemacht worden sind … aber die schau ich mir dann später mal an und wenn ich die Erlaubnis bekomme, dann stell ich ein paar Sequenzen hier ein.

Ansonsten habe ich grad nur das Gefühl, dass die Materialien immer mehr werden ;)

ist das zum bezahlen?

das Geld der Bunten Republik Neustadt? war mal, ist leider nicht mehr so!

Jetzt hab ich dem Blog auch endlich einen schönen oder vielleicht auch nur angemessenen header gegeben. Eigentlich ist ja Bildbearbeitung nicht so meine Lieblingsbeschäftigung, aber fürs Archiv … was tu ich da nicht alles ;).

Auch das wird sozusagen im Archiv zu finden sein :: die kopierten alten Geldscheine. Und wenn das BRN-Museum, so wie ich gehört habe, mit uns zusammenarbeiten mag, dann sind bestimmt auch bald die Originale einsehbar. Darauf freu ich mich besonders, dass wir nicht nur ein Archiv haben werden, sonder ein Archiv-Museum.

Aber bis zur Benutzung ist es noch ein Stück, vermutlich mindestens noch ein halbes Jahr. Ich mach gerade die Grobsichtung, damit ich überhaupt weiß, was wirklich alles vorhanden ist und dann wollen wir eine Spezialsoftware benutzen, um alle im Archiv befindlichen Dinge, Dokumente, Fotos und Plakate wirklich gut suchundfindbar zu machen. Das heißt alle Interessierten brauchen definitiv noch ein bisschen Geduld.

während der recherche

nach verschiedenen anderen Stadtteilarchiven, die leider nicht sehr ergiebig war, fand ich aber auch einen Zeitungsbericht, wie die Hamburger BürgerInnen zu ihren Stadtteilarchiven/Geschichtswerkstätten stehen. Die Stadt Hamburg lobte vor geraumer Zeit (2006) einen Stiftungsfond aus und der wurde durch eine Wahl den Stadtteilarchiven zugeschrieben.

Ansonsten ist das klägliche Ergebnis auf der rechten Seite zu sehen. Es gibt bestimmt noch mehr, eingebettet in verschiedene Seiten. Lässt sich hoffen, dass die Linkliste erweitert wird.

Bilder über Bilder

Heute hatte ich das Glück eine durchaus sortierte Fotosammlung in die Hände zu bekommen. Nur ein Bruchteil des im Archiv vorhandenen Bildmaterials, aber wunderbar beschriftet. Für manche der Bilder brauchte ich dann nichteinmal mehr auf die Rückseite schauen, um herauszufinden, welche Person dort nun zu sehen sei.

Und siehe da auch ein Künstler, der schon seit mehreren Jahren mein Nachbar ist und mit dem ich auch schon aus meiner Lieblingskneipe den gemeinsamen Nachhauseweg genoss, war mit seinen Werken abgelichtet :: Lutz Fleischer :: definitiv eine Person der Zeitgeschichte.

Fotographiert wurde er und weitere DDR KünstlerInne von Markus Bollen aus Bensberg. Unter den Abgelichteten fanden sich :: Eberhard Göschel, Wolfgang Smy, Andreas Hegewald, Christiane Just, Andreas Küchler, Petra Kasten, Andreas Garn, Reinhard Sandner und Thea Richter.

Erster Tag

Also eigentlich nicht der erste Tag. Wir haben schon mehrere Tage hier verbracht und die auf dem Dachboden eingelagerten Unterlagen durchgesehen und in eine Liste aufgenommen. Aber so richtig ist heute mein erster Tag, an dem ichmich dem Archiv widme und auch das Gefühl habe, da wird was draus.

Hinter mir steht ein Regal voll mit Unterlagen, mehr oder weniger aussagekräftig und auf dem Dachboden wartet der Rest. Ich hab diesen Blog angelegt, da es vielleicht den einen oder die andere interssieren könnte und weil bei der Sichtung schon manchmal spannende Dinge zum Vorschein kommen.

Jetzt fehlt mir noch der Scanner, um immer gleich alles visuell parat zu haben … aber das wird sich hoffentlich bald finden.