Die Buchbar im Sonnenhof

•Februar 4, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Vergleiche ich meinen nüchternen Archivraum mit der Buchbar, könnte ich direkt neidisch werden.  Die Wände beklebt mit alten Buchseiten, die Tische laden zum Verweilen ein. Als ich mich umsehe, entdecke ich in jeder Ecke andere wundersame Dinge. Bücherregale ohne Boden, Schlüsselbretter ohne Haken, eine ganze Fanwand von Harry Potter zeigt die Sammelleidenschaft des Besitzers Michael Hunger. Liebevolle Details lassen mich glauben, Leonardo da Vinci verweilte hier.Zu finden ist sie im Sonnenhof (Hinterhof neben der Kunsthofpassage), Alaunstraße 66/68.

Persönlichkeit und Charakter verleiht dieser ungewöhnlichen Bar mit Ladengeschäft Sylvia Schweikl. Sie setzte auch das von Michael Hunger entwickelte, vielfältige Konzept mit viel Liebe und Bereicherungen um.

In der Buchbar trifft man sich zum Frühstücken und Lesen. Im Bücherregal befindet sich eine illustre Mischung von Kinderbuch bis Horror. Eltern können hier mit ihren Kindern klönen. Für die Kleinen gibt es eine eigene Spielecke und Bastelangebote.

Hier steigen Kindergeburtstage, Vorträge und Familienfeiern. Dafür können die Räume gemietet werden.

Weniger bekannt ist, hier gibt es eine der wenigen Druckereien in Deutschland, wo mithilfe von Ölfarben und einem Spezialdrucker Gegenstände direkt bedruckt werden können. Langweilige Legosteine, uniforme Handys, schnödes Porzellangeschirr sind out. Jedes Motiv kann gedruckt werden, ob als Geschenk oder für sich selbst. Es ist ein Geheimtipp.

Interessant für das Stadtteilarchiv sind vor allem die kulturellen Abende. Sylvia veranstaltet Leseabende und monatlich musikalische Abende. Schließlich ist sie selbst Liedermacherin, schreibt eigene Songs und covert Legenden, wie Bob Dylan oder Neal Young. Live spielt sie an diesen Abenden gemeinsam mit ihren Gästen. Weitere Gelegenheiten bieten sich auf der BRN, dem Tir Na N’ og oder bei anderen Stadtteilfesten.

Nächter Termin: 19.02.2010, 21.00 Uhr musikalischer Abend mit

dem Duo Hand in Hand, Alfred Haberkorn und Sylvia.

Die Neustadt Zeitung im Stadtteilarchiv

•Februar 3, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Gestern Abend hatte ich interessanten Besuch im Archiv. Frau Diederichs von der Neustadt Zeitung (http://www.dresdner-stadtteilzeitungen.de/stadtteilzeitung/neustadt.pdf)  ist auf unser Stadtteilarchiv aufmerksam geworden. Erschien doch in der letzten Ausgabe erst ein Artikel über das renommierte Stadtarchiv Dresden zum zehnjährigen Jubiläum darin.

So stellte ich ihr unser kleines Archiv vor und überging die Bemerkung:  “15 Meter laufende Akten? Ist das nicht etwas wenig?”

Ja klar, wenn ich seit 1206 Akten und Urkunden gesammelt hätte, käme ich sicher auch auf 20 Kilometer laufende Akten.

Insgesamt war es ein witziges Interview und ich bin gespannt, wie der Artikel ausfallen wird.

LexiTV im Stadtteilarchiv

•Februar 1, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Pünktlich 10.00 Uhr stand am Samstag das Kamerateam von LexiTV, dem MDR Wissensmagazin vor der Tür des Stadtteilarchivs. Soviel mediale Aufmerksamkeit bin ich nicht gewöhnt. Etwas nervös öffnete ich die Tür. Wir nutzten sofort die wenigen Sonnenstrahlen für einen Spaziergang durch die Neustadt. An verschiedenen Stationen und wichtigen Orten wurden Bilder des Stadtteils eingefangen. Im Plauderton sprachen wir über die Entwicklung des Stadtteils der Äußeren Neustadt und dem Bild des Stadtteils heute und damals im Stadtgefüge. Aus den Umbrüchen der letzten Jahre leitet sich die Notwendigkeit einen Stadtteilarchivs ab. So entdeckten wir gemeinsam kleine Schätze  im Archiv und das Fernsehteam dokumentierte meine Arbeit.

Eine “Institution” der Äußeren Neustadt, Günter Starke, darf natürlich bei so einem Beitrag nicht fehlen. Er stellte seinen erfolgreichen Fotokalender 2010 vor. Innerhalb einer Woche war dieser in den Läden vergriffen. Herr Starke erzählte ganz persönlich über die Geschichte des Stadtteils und wie die Bilder entstanden sind.

Wer den Fernsehbeitreg verfolgen möchte:

Sendetermin 12. Februar 2010, 14.30 Uhr im MDR bei LexiTV.

http://lexi-tv.de/themen/staedte/dresden?date=2010-02-12+14%3A30%3A00&year=2010&month=02

6. Dresdner Geschichtsmarkt

•Januar 27, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Juhu! :) Soeben erhielt ich die Teilnahmebestätigung für den 6. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten (www.geschichtsmarkt-dresden.de). Dieser findet am Sonnabend, den 27. März und am Sonntag, den 28. März statt. Zu finden ist das Stadtteilarchiv Neustadt in den Räumen der Fakultät Informatik der Technischen Universität Dresden, Nöthnitzer Straße 46 (Buslinie 85, Haltestelle Helmholtzstraße).

Auf dem Geschichtsmarkt tummeln sich Heimatvereine, Einzelpersonen die sich mit Dresdner Geschichte befassen, Verlage, Historiker, schulische und private Arbeitsgruppen, welche sich die Erforschung der Dresdner Geschichte zur Aufgabe gemacht haben. Hier werden Arbeitsergebnisse vorgestellt und man trifft gleichermaßen ehrenamtliche Hobbyhistoriker und profesionelle Geschichtsforscher.

D wie Dessous

•Januar 25, 2010 • 3 Kommentare

historische DamenunterwäscheGestern stapelte ich das Archiv um und entdeckte dabei eine neue Kiste. Neben Dias, Feldpostbriefen und alten Kassetten ohne Abspielgerät fand ich ein Stück Stoff. Vorsichtig packte ich es aus. Es entpuppte sich als historische Damenunterwäsche mit Häkelspitze. “Wo zum Geier soll ich dass denn ablegen?”, fragte ich verblüfft. D – wie Dessous?

Etwas weiter unten im Karton fand sich noch eine Ergänzung aus dem gleichen Zeitalter – eine Dienstmädchenschürze. Das waren die einzigen Überbleibstel im Karton.

Zeugen eines Abenteuers mit apruptem Ende?

historische Unterwäsche

1. Traktor Trotzdem – DER Fußballverein der Neustadt

•Januar 18, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Nun sage noch einer, in der Neustadt gäbe es nur Yoga, Salsatanz oder Jonglieren. Wo sind die ECHTEN Kerle, die Haudegen? Die vom 1. Traktor Trotzdem? DER Fußballverein der Neustadt. Der selbsternannte ewige Zweite.


Den Fußballclub gibt es seit 2003. Als echte “Goldliga” hat sich die Mannschaft nach ihrem Stammlokal, dem TROTZDEM (Alaunstraße 81) benannt.



Seit der ersten Turnierteilnahme beim Gutzkow Club Cup, wo es noch hieß: “Kein guter Fußball, viel Staub, aber wirklich die schönsten Trikots!” sind Jahre vergangen. Schweiß und unzählige Trainingseinheiten hat das wetterfeste Team jeden Sonntag im Alaunpark absolviert.


Seit dem sammelt die Mannschaft Turnierteilnahmen, Auswärtsspiele und manchmal Pokale. Zu bewundern sind diese im Vereinslokal Schnurz (Alaunstraße/Ecke Louisenstr). Hier steht Rudi, ein waschechter Traktorist, hinter dem Tresen. In jeder freien Ecke finden sich Zeugnisse des Clubs. Konkurrenz bekommen sie mittlerweile von den chinesischen Winkekatzen.

Bevölkert die kleine Kneipe gerade nicht der Fußballverein, dann finden sich hier die Neustädter von nebenan ein. Hier wird geplaudert beim Bier, über die Bundesliga diskutiert und Sport geschaut.

Das Stadtteilarchiv dokumentiert die Vereinsgeschichte mit Fotos. Alle Bilder im Artikel stammen von Traktor Trotzdem (www.traktor-trotzdem.de).

Wer die Traktoristen live erleben will:

Neujahrsturnier am 30.01.2010, Turnhalle der Albert-Schweizer-Schule (Georg-Palitzsch-Straße), Anstoß 15.00 Uhr.

Und wir drücken UNSEREM Verein die Daumen und enden mit Mark van Bommel: “Das gibt… wie heißt das in Deutschland? Hühnchenfell? Gänsehaut?”

Kalendergeschichte von 1915

•Januar 11, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Kalender 1915Zuerst glaubte ich, es sei ein verschimmeltes Stück Holz. Bei genauerem Betrachten, erkannte ich einen Tagesabreißkalender aus dem Jahr 1915. Vorsichtig blätterte ich ihn auf. Täglich teilt er uns eine Menge kleiner Unwichtigkeiten mit, wie Sonnenaufgangs- und -untergangszeiten. Die Namenstage, streng geteilt nach evangelischer und katholischer Religion. Wissenswertes zum Tage, ein kleines Gedicht oder eine Tagesweisheit auf der Rückseite. Und für das Dienstmädchen oder die Hausfrau, einen Vorschlag für ein Tagesgericht  mit Fleisch und Gemüse der Saison. Und täglich prangt in dicken Lettern:

Selbmanns Cacao – anerkannt vorzüglich!

Hier eine kleine Kostprobe:Kalender 1915

4. Mai 1915, Dienstag

Evang. Florian           Kathol. Monika, Amalia

1905 starb Geh. Kommerzienrat Dr. ing. Lueg

Veilchenduft durchdüftet

Lieblich mir den Raum.

Schneeglöckchen nicken zierlich

Mit ihrem grünen Saum.

Hände lieb und frömmlichKalender 1915

Banden mir den Strauß,

Äuglein kindlich bläulich

Plauderten mir’s aus.

—————————————————————————————–

Verstand ist ein Edelstein, der am schönsten glänzt, wenn er in Demut eingefaßt ist. (Klopstock)

Der Mittagstisch passend dazu:

Taubensuppe mit Curry, frisches Gemüse und Pökelzunge

Neuer Partner Blaue Fabrik

•Januar 11, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Blaue Fabrik

Seit 18 Jahren besteht die blaue Fabrik (www.blauefabrik.de) mit ihren Ateliers und Proberäumen – für Bildende und Medienkünstler, Tänzer, Komponisten und Musiker. Verschiedene Konzertveranstaltungen laden zum Tanzen und Zuhören ein. Holger Knaak “schneite” heute in das Archiv und brachte zahlreiche alte Veranstaltungsplakate mit. Die noch älteren Plakate, welche wir aus den Anfangsjahren der Fabrik besitzen, werden ihm künftig bei Ausstellungen zur Vereinschronik helfen.

Unsere Ziele 2010

•Januar 4, 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Die Weihnachtsgans ist längst Geschichte. Bei Glatteis und Schnee bin ich heute Morgen ins Büro gerutscht. Das gab mir das Stichwort, mich zurück zu melden aus den Ferien. Ich hoffe ihr seid alle gut reingerutscht. Ich wünsche allen Mitstreitern und Kollegen des Stadtteilarchivs einen guten Start und ein erfolreiches 2010!

Mit den Guten Vorsätzen ist das immer so eine Sache…, trotzden haben wir uns Ziele gesetzt:

Ab Januar planen wir die vollstände Einrichtung der Infrastruktur und die Festlegung einer neuen Signatur zur Erfassung des Archivmaterials.

Die Einführung der Archivsoftware. Dann kann die Erfassung des vorhanden Archivmaterials beginnen und die endgültige Ablage in professionellen Aufbewahrungssystemen.Dann erfolgt auch die Freischaltung der Recherche. Das heißt, ihr könnt von eurem Rechner zu Hause im Stadtteilarchiv auf Schatzsuche gehen.
Daneben erweitern wir wie bisher unseren Bestand und pflegen ihn ein. Dafür werden auch neue Verträge entworfen, wenn urheberechtlich geschütztes Material an das Archiv abgegeben wird.

Schnappschüsse von der 1. Kunstnacht Hecht

•Dezember 16, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar